Auf Wiedersehen geliebter Ramadan…

Heute befinden wir uns am letzten Ramadan Tag…

Der Monat ist sichtlich zu Ende…

Auch wenn die Freude auf das Fest groß ist,

so bleibt doch ein gewisser Trennungsschmerz von dieser heiligen Zeit…

Wir werden heute Abend unser letztes Fastenbrechen unternehmen, wenn Gott will schaffen wir es in die nächste Fastenzeit. Ramadan 2016 war für mich ein Monat voller neuer Erfahrungen. Manch Vorsatz konnte realisiert werden, mancher kommt für 2017 erneut auf meine Agenda. Alles in allem bin ich doch ziemlich erleichtert. Das Wetter hat sehr gut mitgeholfen, es war überwiegend erfrischend kühl. Ein richtiger Segen, wenn man bedenkt, dass die Tage definitiv nicht kürzer wurden. Ich hatte mich bewusst aus dem aktuellen Geschehen so weit wie möglich zurückgehalten, auch das habe ich, besser als vermutet, eingehalten. Ich hatte mir als Ziel gesetzt nichts kommerzielles für mich zu kaufen, das habe ich auch geschafft. Der Wunsch einige Kilos loszuwerden konnte zum Glück auch realisiert werden.

Den Vorsatz gar nichts wegzuschmeißen habe ich leider nicht geschafft. Spätestens 2017 werde ich diesen Vorsatz erneut in Angriff nehmen. Ich habe zwar wirklich versucht so wenig wie möglich zu kochen, aber ab der Hälfte wurden unsere Mägen ziemlich klein.

Auch das Tarawih Gebet habe ich leider nicht jede Nacht geschafft- das ist auch ein bleibender Vorsatz.

An 8 Abenden haben 34 Personen gemeinsam mit uns Iftar gemacht. An drei Abenden haben wir an gemeinsamen Fastenbrechen teilgenommen. In Anbetracht von „spät-Schulkinder- Nachbarschaft“ lässt sich das Ergebnis wirklich sehen, denke ich.

Summa summarum können wir zufrieden sein. Nichtsdestotrotz ist eine gewisse Trauer in mir. Diese ist nicht zwangsläufig an ein Stockholmer Syndrom verknüpft. Nein, wir fühlen uns diesem Monat nicht verbunden weil er uns peinigt und bloß stellt. Vielmehr sind wir, wenn auch für einen kurzen Moment ganz klar und wach gewesen, konnten wichtiges von unwichtigem, Dankbarkeit von Undankbarkeit, Vergänglichkeit von Ewigkeit auseinander halten. Nun haben wir Angst, dass wir sie wohl nicht mehr bewahren können, diese Gabe…

In diesem Sinne beten wir heute, an Arefe,  1000 Ihlas, besuchen die Grabstätten, besinnen uns am letzten Iftar, danken für all jene Gaben, die unser privilegiertes Leben so sehr bereichern…

Elveda ya Sehr-i Ramazan

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