Es wird gejagt und in die Fresse gehauen

„Was geschehen ist, ist geschehen! Nun sind wir in Deutschland und müssen hier weitermachen. Wir müssen an das Gute glauben und dafür arbeiten!“

Dieses Zitat stammt von einer geflüchteten Journalistin, die gestern auf einem Panel mit diesen Worten ihre Rede abschloss. Wie gerne hätte man ihr gesagt: ja genau, hier ist es möglich. Hier haben wir Demokratie. Die Menschen respektieren sich und gehen zivilisiert miteinander um. Tja, nach der Wahl und vor allem nach den jüngsten Aktionen von Politikern, dem Einzug der AFD, kann man eine derartige Aussage nicht glaubwürdig an den Mann oder an die Frau vermarkten.

Gauland jagt Merkel und Nahles haut in die Fresse. Nazis besetzen das Amt des Richters und lassen Gerechtigkeit walten. Antisemiten kommen in den Bundestag. Flüchtlinge sind sowieso nicht erwünscht. Ach ja und Ausländer müssen immer noch raus. Da gibt es zwar noch die Migranten, die integriert sind und einen deutschen Pass haben, aber leider kann man das auf der Straße nicht gut unterscheiden- eventuell Symbol an die Kleidung annähen?!

Man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Immer Liebe und Positivismus verstreuen. Den Kindern, der Zukunft zuliebe. Ja, aber wie? Keine Nachrichten mehr sehen- alle Diskussionen meiden- ein Haus im Wald bauen- sich in Watte verstecken? Klingt teilweise verlockend aber nicht für jeden machbar. Benötigt es denn für die Besinnung der Menschen immer einer Katastrophe, Apokalypse oder eines Weltkrieges? Tja, selbst da scheint unsere Spezies keine Lektion daraus zu lernen.

Man sollte tatsächlich als erstes an unserer Diskussionskultur arbeiten. Leben und leben lassen. Reden und reden lassen. Diversität als Bereicherung achten. Wenn wir nur ein Viertel von Mevlana’s Toleranzverständnis verinnerlichen könnten… Man müsste wohl im Kindergarten mit Konzepten ansetzen, die Themenschwerpunkte Menschenrechte und Liebe beinhalten. Man kann damit nicht früh genug anfangen. Hass darf keine Fläche finden um seine Sporen zu streuen.

Ja, es scheint extrem aussichtslos und die Hassenden haben sowieso vielmehr Erfolg und Spass. Gut und nett und ehrlich sein sind irgendwie Oldschool und out. Und nichtsdestotrotz müssen wir weiter machen. Gerade deshalb und eben drum. Geht liebevoll miteinander um!

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